Dienstag, 19.10.2010, 19 Uhr, Infocafé Anna&Arthur
Mit: Gesa Mayer, Hamburg
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Anhand ihrer empirischen Forschung zeigt die Soziologin Gesa Mayer, wie das normative Ideal monogamer Zweisamkeit gesellschaftlich konstruiert wird und wie fest es in Beziehungs- und Geschlechter- Konzepten verankert ist – und, dass es dennoch Alternativen zu einer monogamen Lebensweise gibt.
Methode:
Input und anschließende Diskussion.
Dienstag, 26.10.2010, 19 Uhr in der Cafhéte
Mit: Espi, Berlin
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„Und was sind wir jetzt?“
Nachdem man es geschafft hat, die eigenen Bedürfnisse in eine der angebotenen „Paketlösungen“ (Freundschaft, Beziehung, Affäre, …) zu pressen, hört der Stress nicht auf. Während die eigenen Eltern sich über die „neue Beziehung“ freuen, gerät man in der Linken in den Verdacht,eine dieser bösen „Romantischen Zweierbeziehungen“ gegründet zu haben. Espi findet das alles ziemlich normativ. Espi will Paketlösungen hinterfragen, ebenso wie die linke Tendenz zur Verurteilung bestimmter Lebensmodelle. Sein Vortrag ist ein Plädoyer für die empathische Auseinandersetzung – und für’s Fragenstellen.
Methode:
Szenischer Vortrag – ein Hybrid zwischen Vortrag,
biografischer Reflexion und Theater.
Donnerstag, 18.11.2010, 19 Uhr, Infocafé Anna&Arthur
Mit: tab und jott
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Liebe und Beziehungen werden zumeist mit Begehren und Sexualität zusammen gedacht. ‘Da wo sich Menschen lieben ist auch Sex’. Inwieweit stützen herrschende Vorstellungen von Beziehungen auch gängige Vorstellungen davon wie Sex und Sexualität abzulaufen hat? Wie verändert sich unser Blick auf Sex wenn wir Beziehungen anders denken und leben? Welche Alternativen gibt es, Sexualität zu leben?“
Methode:
Videoinstallation mit stiller Diskussion, danach ein Input mit anschließender Diskussion.
Samstag, 4.12.2011, 19 Uhr, Infocafé Anna&Arthur
Mit: Assosziation gegen Kapital & Nation Hannover
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In sexistischen Debatten, in denen es um die Differenz von Mann und Frau geht, wird in irgendeiner Weise immer wieder auf ihre angebliche Natur verwiesen und Belege dafür in der Tierwelt oder der vermeintlich menschlichen Natur gesucht. Warum diese Biologismen falsch sind und worin ihr grundlegender Fehler steckt, wollen wir mit euch diskutieren. Unsere These: das autonome Subjekt und die Gesellschaftskritik werden in ihnen negiert und damit menschliches Handeln letztendlich als Verhalten beschrieben. Wer diese sozio-biologische Beschreibung mitmacht, fällt ohne es zu wollen in den alten Sexismus zurück.
Methode:
Input und anschließende Diskussion.
Donnerstag, 9.12.2010, 19 Uhr, Infocafé Anna&Arthur
Mit: Dainsch, Lüneburg
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Kritisch-soziologisch betrachtet ist Eifersucht eine Setzung von einer Tatsache: Sie ist da. Wir können uns dem hingeben, versuchen uns davon abzugrenzen oder daran zu rütteln. Was beinhaltet dieses Konzept von Eifersucht und welche Folgen hat dies? An diesem Abend soll es um eine kritische Reflexion der Eifersucht und deren Verflechtungen mit Liebe, Treue, Wissen, Herrschaft und Macht gehen. All dies wollen wir mit den Teilnehmenden diskutieren.
Methode:
Input und anschließende Diskussion.
Dienstag, 11.1.2011, 19 Uhr Scala-Programmkino
BOYS DON‘T CRY
-öffentliche Filmvorführung in der Scala am 11.01.2011-
Die Last des Doppellebens: Teena Brandon will Brandon Teena sein – aber wie lässt sich das durchhalten?
Wir laden euch zum Kinoabend! Schaut mit uns „Boys Dont Cry“. Der Eintritt ist frei, willkommen sind alle und wer anschließend noch Lust hat, ist nach dem Film herzlich dazu eingeladen den Film mit uns im nahe gelegen Infocafe „Anna & Arthur“ zu diskutieren.
Zeit: 11.01.2011, 19 Uhr
Ort: Scala Programmkino
Eintritt: nö
Infos zum Film:
BOYS DON´T CRY (Link zum Eintrag in der Internet Movie Database)
Kimberly Pierce, USA 1999, 114 min (Überlänge), Farbe, ab 16 Jahren
Dienstag, 18.1.2011, 19 Uhr, Anna&Arthur
Mit: verschiedenen Referent_innen und Praktiker_innen
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Familien sind starke gesellschaftliche Konstrukte, die zumeist auf Blutsverwandtschaft oder Liebesbeziehungen beruhen. Wir wollen die Frage stellen, inwiefern Merkmale von Familie, wie Verantwortung und Solidarität füreinander, in verschiedenen Lebensbereichen – in emotionalen aber auch beispielsweise in ökonomischen oder auch in Lebensformen ohne Blutsverwandtschaft oder Liebesbeziehungen – möglich sind. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Konstellationen mit Kindern. Hinterfragt werden soll auch der Zusammenhang zwischen Solidarität, Verantwortung, Liebe, Blutsverwandtschaft und Exklusivität im Kontext gesellschaftlicher Teilhabe. Als „Co-Elternschaft“ oder „intentional families“ werden Konstellationen gelebt und diskutiert, in denen Menschen alltäglich und verbindliche Verantwortung füreinander übernehmen. Bei Co-Elternschaft geht es speziell um Beziehungsformen mit Kindern, in der Menschen Verantwortung für sogenannte Kinder übernehmen, mit denen sie nicht unbedingt blutsverwandt sind oder mit denen sie eine Liebesbeziehung zu einem Elternteil verbindet. An diesem Abend werden verschiedene Konstellationen mit und ohne Kinder von verschiedenen Praktiker_innen vorgestellt und diskutiert. Die Diskussion um Möglichkeiten, Diversität, Stärken und Schwächen soll eine Grundlage bilden für eine weitere Auseinandersetzung und Stärkung für dieses aus unserer Perspektive unterrepräsentierte und wissenschaftlich in Deutschland nicht bearbeitete Themenfeld.
Samstag 29.1.2011,Infocafé Anna&Arthur
Mit: Christoph (seit 2005 linke Bildungsarbeit zu den Themen Geschlechterverhältnisse und politische Ökonomie/Kapitalismus) und Anita (schwerpunktmäßig Bereiche Feminismus/ Frauenbewegung und Menschenrechte von Frauen; Dachverband der (autonomen) Frauenunterstützungseinrichtungen in Deutschland)
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Unter der Grundannahme,Linke unterscheide sich von der Mainstreamgesellschaft nicht nicht dadurch, dass es in ihr keine sexistische Strukturen gibt, sondern weil sie sexistische Strukturen nicht ignoriert, sondern bewusst mit ihnen umgeht mit dem Ziel sie zu verändern, soll die Selbstreflektion angestoßen werden:
„Wo spiegeln sich in unseren Strukturen sexistische Strukturen der Gesamtgesellschaft wieder, wo befördert unser Handeln die Reproduktion von sexistischen Mustern, wo reproduziere ich sexistische Strukturen?“
Es soll ein Verständnis von vergeschlechtlichten, sexistischen, patriarchalen Strukturen und ihrer Reproduktion erarbeitet werden,
der Umgang mit sexualisierter Gewalt, in der Gesellschaft insgesamt und in der Linken, unter die Lupe genommen
und der Umgang mit vergeschlechtlichten/sexistischen Strukturen in der Linken analysiert werden.
+++Achtung: Veranstaltung findet nicht Dienstag 25.1., sondern Samstag den 29.1.2011 statt!+++